COSTA  RICA   tagesaktuell

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... gemäss NASA

 

 Das Zentral-Tal oder Hoch-Plateau welches die Stadt San José umgibt liegt 1'165 Meter über Meer. Diese spezielle Lage schafft einmalige, klimatische Verhältnisse mit einer beinahe konstanten Temperatur von 20ºC das ganze Jahr hindurch. Gemäß einer Untersuchung der NASA, soll dieses Klima als das gesündeste auf der Welt gelten.

 

 

 

Mehr Lehrer als Polizisten!

 

 

 

Der Hauptgrund, warum man Costa Rica die Schweiz Mittelamerikas nennt, ist wahrscheinlich das Bildungswesen. Die allgemeine Schulpflicht wurde 1869 eingeführt. Die älteste der vier Universitäten besteht seit 1843. Der hohe Bildungsgrad der Bevölkerung ist sicherlich - neben dem fehlen einer Streitkraft - dafür verantwortlich, dass Costa Rica das politisch stabilste Land Lateinamerikas ist.

 

 

 

2009 ist Costa Rica auf Platz 1

 

 

 

Das Land, in dem die Menschen am längsten, am gesündesten und am “grünsten” leben, ist dem Happy Planet Index nach Costa Rica. Der Happy Planet Index wurde im Juli 2006 von der New Economics Foundation in Zusammenarbeit mit Friends of the Earth Großbritannien publiziert.

 

Die Verfasser untersuchten die Zufriedenheit der Bevölkerung, ihre Lebenserwartung und den Umgang mit der Umwelt. Im Gegensatz zu etablierten volkswirtschaftlichen Indizes wie Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder Human Development Index (HDI) bezieht der Happy Planet Index (HPI) das Kriterium der Nachhaltigkeit mit ein. 2009 ist Costa Rica auf Platz 1, weit vor den USA. Berechnet wurde der Happy-Planet-Index anhand von Daten, die im Auftrag der Vereinten Nationen in 143 Ländern erhoben wurden und 99 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren. Zunächst mal ein paar erstaunliche Ergebnisse: Industriestaaten wie die USA schneiden mit Platz 114 wegen ihrer verheerenden Öko-Bilanz relativ schlecht ab.

 

 

Nachrichten rund um das Thema Umwelt.


 

Die Weltbank forderte in ihrem Jahresreport 2010 vor allem ein angepasstes Management, um die Artenvielfalt unter veränderten Klimabedingungen zu erhalten. In der Praxis zu besichtigen sind Erfolge dieser Bemühungen beispielsweise in Costa Rica - im Vergleich dazu die Misserfolge in Madagaskar. Beide Staaten zählen zu den artenreichsten Biodiversitäts-Hotspots der Welt. Während in Madagaskar politische Instabilität, Misswirtschaft und Korruption zu einem flächendeckenden Raubbau am Regenwald geführt haben, wurden in Costa Rica durch gezielte politische Weichenstellungen die Fehler der siebziger und achtziger Jahre zum Teil wieder ausgeglichen.

 

Der Tourismus ist inzwischen der wichtigste Devisenbringer des Landes und macht 6,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Im Jahr 2009 kamen 1,9 Millionen Touristen nach Costa Rica. Insbesondere der so genannte "Ökotourismus" bringt Gäste in das Land. Sie geben etwa 1,5 Milliarden US-Dollar für den Besuch der Naturschönheiten aus. Knapp 30 Prozent der Landfläche stehen unter Naturschutz. Costa Ricas Natur- und Waldschutz ist wichtiger Bestandteil der staatlichen Umweltpolitik, so dass sich große Flächen des einst bedrohten Regenwaldes erholen konnten. Ende der achtziger Jahre waren rund 80 Prozent des Regenwaldes gerodet worden. Inzwischen sind wieder mehr als 50 Prozent des Landes von Wald bewachsen.

 

Genau das Gegenteil spielte sich in Madagaskar ab: Ein politischer Putsch hinterließ ein Rechtsvakuum, unter dem auch der Naturschutz zu leiden hat. Tropische Harthölzer werden illegal exportiert und einst intakte, artenreiche Ökosysteme und damit begehrte Touristenziele werden der ungebremsten Erosion ausgeliefert. Die Weltbank bezeichnet die ökonomischen Aussichten für Madagaskar als düster: der Tourismus hatte einst 390 Millionen US-Dollar pro Jahr eingebracht und ist derzeit fast zum Erliegen gekommen. Der Teufelskreis setzt sich fort: ohne Regenwald und Artenvielfalt kein Tourismus, ohne Tourismus kein Grund, Naturschutz zu betreiben, statt teurer Tropenhölzer zu verkaufen. Die beiden Beispiele zeigen, dass sich Naturschutz und Artenvielfalt auszahlen, vorausgesetzt eine politisch stabile Regierung schafft die Voraussetzungen dazu. (aid)

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